TÜV Süd - Bewirtung

Im folgenden explain-it handmade Erklärvideo für TÜV Süd, erklären wir die Unterschiede zwischen Geschäftsfreundebewirtung und Eigenbewirtung.

TÜV Süd
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So ein Arbeitstag ist voll mit tollen Sachen: ein Plausch unter Kollegen, die ein oder andere Tasse Kaffee, ein arbeitgeberveranlasstes leckeres Essen und dann ist natürlich noch die Arbeit. Wie man plauscht, Kaffee macht und einen Berg von Arbeit erledigt, wissen Sie ja. Aber um ein arbeitgeberveranlasstes Essen richtig zu versteuern, wollen wir Ihnen noch ein paar Tipps mitgeben. Erst einmal sollten Sie dazu wissen, dass sich Geschäftsfreundebewirtung und Eigenbewirtung voneinander unterscheiden. Eine Geschäftsfreundebewirtung liegt vor, wenn an der Bewirtung Firmenfremde und eigene Mitarbeiter teilnehmen und ein geschäftlicher Anlass vorliegt. Auch Mitarbeiter von verbundenen Unternehmen sind steuerlich gesehen firmenfremd! Wenn die Teilnahme des eigenen Mitarbeiters aus geschäftlicher Sicht notwendig ist, gilt: die Geschäftsfreundebewirtung ist steuerfrei. Denken Sie als Führungskraft jedoch stets an einen vollständig ausgefüllten Bewirtungsnachweis. Dieser muss beinhalten: Anlass der Bewirtung, Namen der bewirteten Personen und Unterschrift des Gastgebers. Den Bewirtungsnachweis finden Sie häufig auf der Rückseite der Rechnung oder bei uns im Intranet. Verknüpfen Sie den Nachweis nach dem Ausfüllen mit der Rechnung. Bei Bewirtungen durch die TÜV-eigene Kantine dient der Gästebewirtungsbeleg als Bewirtungsnachweis. Und was ist dann eine Eigenbewirtung? Sie liegt vor, wenn ausschliesslich eigene Mitarbeiter bewirtet werden. Und das gilt als steuerpflichtiger Arbeitslohn. In zwei Ausnahmefällen ist die Eigenbewirtung jedoch steuerfrei: als sogenannte Aufmerksamkeit oder als Bewirtung zur günstigen Gestaltung des Arbeitsablaufs. Ersteres sind Getränke und Genussmittel, die bei einer Besprechung im Betrieb angeboten werden. Und zweiteres? Das ist eine Mahlzeit im Betrieb anlässlich und während eines ausserordentlichen Arbeitseinsatzes oder aber eine kleine Mahlzeit im Betrieb, um die Besprechung nicht für eine Mittagspause zu unterbrechen. Achtung: Kleine Mahlzeit bedeutet wirklich klein! Ein warmes Essen ist also nicht steuerfrei. Als Einladender müssen Sie in diesen Fällen, nichts an den BSG-Servicedesk melden. Und damit sind wir auch schon bei den steuerpflichtigen Bewirtungen. Treffen die beiden Ausnahmen nicht zu, ist die Eigenbewirtung steuerpflichtig. Als Einladender müssen Sie die Eigenbewirtung daher mit dem Formular "Bewirtung von Mitarbeitern" an BSG-Servicedesk@tuev-sued.de melden. Sie sind sich nicht sicher, wie die Bewirtungskosten steuerlich behandelt werden müssen? Im Intranet finden Sie dazu eine Checkliste. Bei einer Eigenbewirtung im Rahmen einer Auswärtstätigkeit, muss die Verpflegungspauschale gekürzt werden. Geschieht dies nicht oder wird eine Eigenbewirtung im Rahmen einer Auswärtstätigkeit von bis zu acht Stunden gewährt, müssen Sie als Führungskraft den Sachverhalt zur Lohnversteuerung grundsätzlich melden. Bewirtungen im Rahmen einer Betriebsveranstaltung oder eines Incentives melden Sie gesondert mit den dafür vorgesehenen Meldeformularen aus dem Intranet. Und als eingeladener Mitarbeiter? Denken Sie daran im Rahmen einer Dienstreise die Verpflegungspauschale gemäss Dienstreiserichtlinie zu kürzen. Sie haben noch Informationshunger? Mehr zum Thema „Bewirtungen“ finden Sie in Anlage 1 der Lohnsteuerrichtlinie. Weitere Infos finden Sie in den Anlagen 2 und 13 der Lohnsteuerrichtlinie. Detaillierte Infos zum Thema Incentive-Veranstaltungen finden Sie in Anlage 4 der Lohnsteuerrichtlinie. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Der Oktoberfestbesuch, sowie die von der Abteilung „Öffentlichkeitsarbeit“ organisierten B2Runs und die Future-Talks werden von der BSG oder der Öffentlichkeitsarbeit an HR gemeldet und daher automatisch berücksichtigt.