Nuklearforum - Versorgungssicherheit

Dieses explain-it handmade über Stromversorgung erklärt warum Versorgungssicherheit ein kostbares Gut ist, für das wir Sorge tragen müssen.

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Wir haben es ja schon immer gewusst – Strom kommt aus der Steckdose, 24 Stunden am Tag, im Sommer wie im Winter. Aber stimmt das wirklich? Ja – bis jetzt. Wir produzieren unseren Strom heute hauptsächlich mit Wasser- und Atomkraftwerken. Über ein Jahr gesehen erzeugen wir mit unseren Kraftwerken etwa gleich viel Strom wie wir verbrauchen. Produktion und Verbrauch schwanken aber über die Jahreszeiten. Im Sommer exportieren wir Strom. Einerseits weil wir dann weniger Strom verbrauchen als im Winter, und andererseits, weil die Wasserkraftwerke wegen der Schneeschmelze mehr Strom erzeugen. Im Winter hingegen sind wir auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Denn wir verbrauchen wegen den langen und kalten Winternächten mehr Strom und das Wasser bleibt in den Bergen als Schnee liegen. Weil Atomkraftwerke unabhängig von Witterung, Tages- und Jahreszeit Strom produzieren, bilden sie insbesondere in den Wintermonaten eine wichtige Basis unserer Stromversorgung. Ja, dann ist ja alles in Ordnung. Oder etwa nicht? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat Katastrophen- und Notlagen-Szenarien untersucht. Es kommt zum Schluss: das grösste Risiko geht von einem anhaltenden Strommangel während mehrerer Monate im Winter aus. Davon betroffen wären die Trinkwasserversorgung, die Spitäler, die Lebensmittelläden, die Landwirtschaft, die Industrie, der Verkehr, die Haushalte, das Gewerbe, Heizungen, Kühlschränke, Computer, Handys, Herde ... Das alles zeigt: Versorgungssicherheit ist ein kostbares Gut, dem wir Sorge tragen müssen.