Kanton Zürich - HRM2

Dieses explain-it handmade erklärt die Rechnungslegung im Kanton Zürich nach dem neuen HRM2 Modell.

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Von der Umstellung auf die neue Rechnungslegung haben Sie sicher schon gehört. Aber was bedeutet das? Ändert sich jetzt alles? Nein, so schlimm ist es nicht! Der Kantonsrat hat 2015 ein neues Gemeindegesetz mit neuen Bestimmungen zum Finanzhaushalt der Gemeinden erlassen. Darin enthalten sind die Haushaltsgrundsätze, die Steuerung des Finanzhaushalts, das Kreditrecht, die Rechnungslegung und Berichterstattung sowie die Rechnungs- und Buchprüfung. Hört sich schon mal gut an. Aber was ändert sich nun konkret mit der neuen Rechnungslegung? Das harmonisierte Rechnungslegungsmodell – kurz HRM2 – soll die Rechnungslegung von Bund, Kantonen und Gemeinden vereinheitlichen und die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abbilden. Nach der Umstellung besteht die Jahresrechnung aus der Bilanz, der Erfolgsrechnung, der Investitionsrechnung, der Geldflussrechnung und einem Anhang. Die Funktionsweise der Bilanz, der Erfolgsrechnung und der Investitionsrechnung ändert sich nicht. Die Geldflussrechnung zeigt die Herkunft und die Verwendung von flüssigen Mitteln auf. Und der Anhang wird unter anderem um den Eigenkapitalnachweis, um Kennzahlen und den Anlagenspiegel erweitert. Der Eigenkapitalnachweis zeigt die Veränderungen seiner einzelnen Bestandteile – wie Reserven oder Fonds – auf. Und die Kennzahlen weisen zum Beispiel den Selbstfinanzierungsgrad oder den Zinsbelastungsanteil einer Gemeinde aus. Der Anlagenspiegel zeigt die Veränderung im Verwaltungsvermögen und der Sachanlagen des Finanzvermögens auf. Und die neuen Regeln zu den Abschreibungen? Die Abschreibungen orientieren sich zukünftig an der Nutzungsdauer eines Objektes. Durch eine lineare Abschreibung wird die Nutzungsdauer der Vermögenswerte berücksichtigt. Zusätzliche Abschreibungen sind nicht mehr zulässig. Und der Kontenrahmen? Mit HRM2 gibt es auch einen neuen Kontenrahmen und eine angepasste funktionale Gliederung. Aber kein Grund zum Verzweifeln. Mit dem Schulungsangebot, den Vorlagen und Checklisten vom Gemeindeamt werden Sie bei der Umstellung so gut wie möglich unterstützt und können die Einführung des neuen Finanzhaushalts per 01.01.2019 umsetzen. Wenn man so darüber nachdenkt, beinhaltet diese Umstellung viele positive Neuerungen und Chancen – packen wir es an.